Nele @ work
Alltägliches

Bürohund Nele

Ich habe ja das große Glück, dass Nele mich jeden tag zur Arbeit begleiten darf. Was sich erst mal ganz easy und wundervoll anhört, bedeutet auf den Zweiten Blick aber auch eine Menge an Organisation, Verantwortung und Erziehung. Darum, wie man das Leben eines Bürohundes so angenehm wie möglich gestalten und dafür sorgen kann, dass wirklich alle Parteien von dieser Regelung profitieren geht es in diesem Artikel.

Mittlerweile freut sich Nele genauso sehr wie ich, wenn es morgens zur Arbeit geht. Für sie passiert dort immer was spannendes
Mittlerweile freut sich Nele genauso sehr wie ich, wenn es morgens zur Arbeit geht. Für sie passiert dort immer was spannendes

So einfach und unvorbereitet sollte man seinen Hund allerdings nicht mit in das Büro nehmen. Vorher sind unbedingt einige wichtige Fragen zu klären

  • Erlaubt der Chef überhaupt einen Hund mit in die Firma zu nehmen?
  • Sind alle Mitarbeiter in meinem Büro / in der Abteilung damit einverstanden und liegen keine Tierhaarallergien vor?
  • Ist mein Arbeitsplatz überhaupt geeignet dafür?
  • Ist mein Hund dafür geeignet und gut genug erzogen um niemanden zu stören oder zu belästigen

Was zeichnet einen Bürohund aus?

Bei mir auf der Arbeit ist es so, dass ich nicht konstant auf meinem Platz sitze, sonder nur ziemlich oft rum rum laufe und den Raum wechseln muss. Auch ist recht viel Kundenverkehr. Nele soll trotz allem Trubel ruhig auf ihrem Platz liegen bleiben und weder die Kunden begrüßen, noch mir ständig hinterher laufen. Das klappt erstaunlicherweise richtig gut. 

Habt ihr euer eigenes abgeschlossenes Büro, ist die Lage vielleicht etwas einfacher und euer Hund kann sich recht frei bewegen. Die Grundkommandos sollten sicher sitzen und stubenrein sollte er natürlich auch sein. Was sonst noch für Ansprüche an euren Hund gestellt werden solltet ihr konkret mit eurem Chef und euren Kollegen absprechen. 

Das Umfeld für euren Bürohund

Euer Hund sollte seinen Platz haben. Sei es ein Körben oder eine Box aber der Hund sollte wissen wo sein Platz ist. Frisches Wasser ist natürlich eine Selbstverständlichkeit. Laute, staubige oder eine Umgebung in der es gefährlich für den Hund werden kann sind unbedingt zu vermeiden. Neben dem Wohlbefinden der Mitarbeiter, ist es eben auch wichtig darauf zu achten, dass es dem Hund gut geht. 

Ausreichend lange Pausen für einen Spaziergang sollten auch eingeplant werden. Ich zum Beispiel habe meine Pausen so zusammen gelegt, dass ich in der Mittagspause eine Stunde Zeit habe um mit Nele eine große Runde mit Spiel, Spaß und einigen Übungen zu drehen. Danach ist sie dann nicht nur körperlich, sondern auch geistig ausgelastet, dass sie die zweite Hälfte des Tages entweder schläft oder ruhig vorbeigehende Passanten beobachtet.

Nele schaut auch ab und zu mal ob die Kollegen gescheit arbeiten (und ob es eventuell ein paar Streicheleinheiten gibt)
Nele schaut auch ab und zu mal ob die Kollegen gescheit arbeiten (und ob es eventuell ein paar Streicheleinheiten gibt)

Klare Regeln

Von Anfang an sollte klar sein, was euer Hund darf und was nicht. Welche Bereiche sind tabu und wo darf er sich aufhalten und frei bewegen. Genauso müssen die Kollegen eingewiesen werden, wie sie sich eurem Hund gegenüber zu verhalten haben. Dürfen Leckerchen gegeben werden, wann ist der Hund in Ruhe zu lassen und wann darf er gestreichelt werden. Bei uns ist es so, dass wenn überhaupt nur von mir mitgebrachte Leckereien verfüttert werden dürfen. Ist sie in ihrer Box oder auf ihrer Decke, dann soll sie in Ruhe gelassen werden. Dafür, dass sie bei der Verteilung von Streicheleinheiten nicht zu kurz kommt, sorgt Nele dann natürlich selber. Sie weis aber auch, dass Nein eben bedeutet, dass es gerade nicht geht und kommt dann eben später noch mal darauf zurück.

Dank dieser klaren Regeln wissen alle Beteiligten, was sie erwartet und es kommt nicht zu Missverständnissen und Unstimmigkeiten.

Positive Effekte durch einen Bürohund

Psychische Gesundheit der Mitarbeiter durch Bürohunde

  • Verminderung der Burnout-Gefahr 
  • Weniger psychische Erkrankungen 
  • Geringere Gefahr von Depressionen 
  • Geringeres Stressempfinden 
  • Höhere soziale Kompetenz 
  • Besseres Betriebsklima / Vereinfachung Neuteambildung 
  • Höhere Kreativität

Physische Gesundheit der Mitarbeiter durch Bürohunde

  • Verminderung Bluthochdruck 
  • Verminderung psychosomatischer Krankheitsbilder 
  • Verminderung des Risikos eines Herz- oder Schlaganfalls 
  • Bei Herzinfarkt: Verbesserte Überlebenschance 
  • Insgesamte Gesundheitsförderung durch mehr Bewegung 
  • Geringere Gefahr von Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht und Arteriosklerose
Bürohund

Weitere Informationen über das Thema Bürohund, gibt es beim Bundesverband Bürohund e.v.18

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