Hunderassen

Der Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist eine wirklich faszinierende Hunderasse. Nicht nur optisch weis er zu beindrucken auch charakterlich hat man mit ihm einen wahren Schatz an seiner Seite – wenn, ja wenn man ihn versteht und auf seine Bedürfnise eingeht.

Seine Geschichte – woher stammt er eigentlich?

Der Rhodesian Ridgeback stamt aus den ehemaligen Kolonien des südlichen Afrika. Dort kreuzten die dort ansässigen Siedler verschiedene Hunderassen um einen Jagdbegleiter für die Großwildjagdt und einen Beschützer für Haus und Hof zu haben.

der typsche "Ridge" auf dem Rücken des Rhodesian Ridgeback
der typsche „Ridge“ auf dem Rücken des Rhodesian Ridgeback

Bereits die alten Ägypter und Phoenizier beschrieben einen Hund mit einer seltsamen Markierung auf dem Rücken. Afrika bereisende portugiesen beschrieben um 1400 herum einen eher kleinen „ziemlich hässlichen“ aber brauchbaren und treuen Hund mit einem gegen den normalen Haarwuch wachsenden Streifen Fell auf dem Rücken. Der Rhodesian Ridgeback ist also eine eher alte Rasse wobei man von Rasse, also ähnlich aussehnde Hunde ohne einkreuzung von anderen Rassen dort sicher noch nicht sprechen konnte.

Der Löwenhund

Der Rhodesian Ridgeback wird bei uns auch „Löwenhund“ genannt, weil er in seiner Heimat zur Jagd auf Löwen verwendet wurde. Die Aufgabe der in der Meute jagenden Hunde bestand darin den Löwen aufzuspüren, zu stellen und durch Ablenkungsmanöver wie Umkreisen und Scheinangriffe so lange am Ausbrechen zu hindern, bis der Jäger zur Stelle war und den Löwen erlegen konnte. Niemals haben diese Hunde mit Löwen gekämpft. Wer nicht schnell und wendig genug war um den Angriffen der Katze auszuweichen wurde ein Opfer der natürlichen Selektion. Diese äußerst wirkungsvolle Auslese bestimmte nicht nur das Äußere des Hundes, sondern auch seine wesentlichen Charakterzüge, die sich bis zum heutigen Tag erhalten haben.

Leider ist nicht genau belegt welche Rassen im Rhodesian Ridgeback vereint sind. Neben der Basis aus Hottentotten Hunden vermutet man das Einkreuzen von Deutschen Doggen, Bloodhound, Pointer, Retriever und anderen Jagdhundrassen.

1922 wurde ebenfalls in Bulawayo durch die Initiative von Barnes der „Rhodesian Ridgeback Club“ gegründet. Noch im gleichen Jahr erarbeitet Barnes gemeinsam mit C.H. Edmonds und B.W. Durham den ersten Rassestandard für den Rhodesian Ridgeback. Vorbild für diesen Standard ist weitgehend der des damaligen Dalmatiners gewesen.

1924 wurde die Rasse „Rhodesian Ridgeback“ von der Kennel Union South Africa (KUSA) anerkannt und galt bis vor wenigen Jahren als einzige anerkannte südafrikanische Hunderasse.

Eigenschaften, Charakter und Wesen

Diese Rasse gehört zu den Spätentwicklern. Erst mit ca. 3 Jahren ist er vollends erwachsen und gefestigt. In der Aufzucht sind Liebe und Geduld das oberste Gebot. Auf Härte und Zwang reagiert der Rhodesian Ridgeback mit Wiedersetzung und Trotz und verweigert unter Umständen komplett die Zusammenarbeit mit dem Menschen. Ein sorgfältig aufgezogener und als Partner akzeptierter Hund dagegen kann das tolle Potential seiner Rasse optimal entfalten und wird zu einem treuen Begleiter heranwachsen.

Er ist kein Hund um auf dem Hof oder gar im Zwinger gehalten zu werden. Er braucht engen Kontakt zu seiner Familie und ein warmes Plätzchen (Bett und Sofa am liebsten aber ein weiches und kuscheliges Körbchen tut es zur Not auch).

rhodesian-ridgebacks sind tolle hunde
Familenanschluss ist ein absolutes Muss

Kein Kadavergehorsam

Kadavergehorsam und das bedingungslose befolgen von immer wieder dengleichen Kommandos kann man von dieser Rasse nicht erwarten. Er denkt mit und stellt für ihn sinnlose Befehle auch schon gerne mal infrage. Die meisten Rhodesian Ridgebacks sind ausgesprochen wasserscheu. Daher darf man zum Beispiel nicht erwarten, dass der Rhodesian Ridgeback auf nassem Boden ein korrektes „Platz“ abliefert. Sein empfindlicher und wenig behaarter Bauch wird dabei immer einie Zentimeter über dem nassen Boden schweben.

Ein schöner Rhodesian Ridgeback Rüde
Ein schöner Rhodesian Ridgeback Rüde

Das äußere Erscheinungsbild

Genau nachzulesen ist das äußere Erscheinungsbild (und auch die gewünschten Charakterlichen Eigenschaften im FCI Rassestandard. Äußerlich wird er folgendermaßen beschrieben:

Der Rhodesian Ridgeback sollte einen ausgewogen gebauten, starken, muskulösen, wendigen und aktiven Hund darstellen, symmetrisch im Profil und bei mittlerer Geschwindigkeit äusserst ausdauernd. Das Hauptaugenmerk ist auf Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit ohne irgendwelche Tendenzen zu einer massiven Erscheinung zu legen.

Die Besonderheit der Rasse ist der Rückenkamm (« ridge »), der dadurch entsteht, dass die Haare in Gegenrichtung zu der am übrigen Körper wachsen. DerRückenkamm ist das Wappenzeichen der Rasse. Der Rückenkamm muss klar abgegrenzt sein, symmetrisch und zu den Hüft- höckern hin schmaler werden. Er muss unmittelbar hinter den Schultern beginnen und bis zu den Hüfthöckern reichen Der Rückenkamm darf nur zwei Wirbel (« crowns ») aufweisen, die dieselbe Form haben und einander gegenüberliegen. Die Unterkanten der Wirbel dürfen nicht über das obere Drittel des Rückenkamms hinausgehen.


Haar : Sollte kurz und dicht sein, glatt und glänzend im Aussehen, aber weder wollig noch seidig. Farbe : Hell weizenfarben bis rot weizenfarben. Ein wenig Weiss an der Brust und den Zehen ist statthaft, ausgedehnte weisse Behaarung hier, am Bauch oder oberhalb der Zehen ist unerwünscht. Ein dunkler Fang und dunkle Behänge sind statthaft. Zu viele schwarze Haare im ganzen Fell sind äusserst unerwünscht.

und charakterlich ziemlich kurz aber treffend


Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu.

Rhodesian Ridgeback Bücher

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