Gesundheit

Fellpflege beim Hund

Nele haart zweimal im Jahr richtig. Fängt sie mit dem Fellwechsel an, weiß ich, dass sobald sie fertig ist und wieder in voller Fellpracht, bald die nächste Läufigkeit ansteht. Das deckt sich nicht unbedingt mit den Temperaturen draußen aber sie hat es sich so angewöhnt, dass sie pünktlich zur Läufigkeit auch das perfekte Fell hat. Nele hat das weit verbreitete doppelte Fell, also Deckhar und (reichlich) unterwolle. Bei ihr ist es wichtig im Fellwechsel die Unterwolle gründlich auszubürsten. Hunde mit Unterwolle dürfen nicht geschoren werden, da man damit viel Schaden an Haut und Fell anrichten kann.

Fellpflege ist sehr wichtig zum einem um dem Hund im Fellwechsel zu helfen und zum anderen um einen gepflegten und gesunden Vierbeiner zu haben. Bei regelmäßiger Fellpflege werden auch kleinste Veränderungen der Haut sofort erkannt und können beobachtet und wenn notwendig behandelt werden. Aber wie geht denn nun die richtige Fellpflege beim Hund?

Bevor ihr euch Gedanken darüber macht, wie ihr am besten das Fell eures Hundes pflegt, müsst ihr euch Gedanken machen, was für eine Fellstruktur euer Hund hat. Je nach dem unterscheiden sich die Maßnahmen zur Pflege und die Wahl der Richtigen Kämme und Bürsten erheblich.

Die Fellart eines Hundes wird durch drei Eigenschaften bestimmt: Durch seine Länge, seine Textur, und ob es „doppelt“ oder „einfach“ ist.

Felllänge

Bei der Felllänge unterscheidet man zwischen kurzhaarigen Hunden, Hunden mit mittellangem Fell und langhaarigen Hunden (ab 7,5 Zentimetern). Besonders pflegeintensiv sind natürlich Langhaar-Hunde, wie etwa der Afghane, Shih-Tzu oder Malteser. Doch auch Kurzhaar-Hunde, wie Dobermann, Boxer oder Mops brauchen ausreichend Pflege, vor allem wenn sie ein doppeltes Fell haben.

Doppeltes oder einfaches Fell

Von einem doppelten Fell spricht man dann, wenn das Haar oberflächlich glatt und kräftig ist (Deckhaar), darunter aber eine dichte Unterwolle aufweist. Die flaumige Unterwolle dient vor allem der Wärmeisolierung. Das Deckhaar kann dabei kurz, mittellang oder lang sein. Die abgestorbene Unterwolle muss regelmäßig entfernt werden, damit sie nicht verfilzt. Besonders während des Fellwechsels haaren Hunde mit doppeltem Fell stark. Typische Vertreter sind z.B. der Labrador (mit kurzem Deckhaar) oder der Schäferhund (mit längerem Deckhaar).

Hat der Hund ein einfaches Fell, also keine Unterwolle, so ist die Textur und die Haarstärke gleichbleibend. Diese Rassen haaren so gut wie nicht, da sie keinem Fellwechsel unterliegen, ihr Fell benötigt aber dennoch regelmäßige, intensive Pflege. Oft ist das Fell sehr fein und weich, sodass es zu Verfilzungen neigt. Weichhaarige Rassen mit einfachem Fell, wie Pudel oder Malteser, müssen regelmäßig geschoren werden, damit das Fell gepflegt bleibt.

Felltextur

Die Textur des Hundefells kann glatt sein (Dobermann), krause und lockig (Pudel), seidig (Yorkshire), rau (Rauhaardackel) oder drahtig (Drahthaarhunde, Foxterrier). Rauhaar- bzw. Drahthaarhunde – dazu gehören die meisten Terrierrassen und Schnauzer – sollten regelmäßig getrimmt werden. Beim Trimmen werden abgestorbene Haare, die aber noch in der Haut verankert sind, mit dem Trimmesser oder per Hand heraus gezupft. Dadurch wird das Fellwachstum wieder angeregt und Hautentzündungen wird

Fellpflege

Hunde mit einfachem kurzem Fell,ohne Unterwolle (z.B. Boxer oder Rhodesian Ridgeback) sind sehr pflegeleicht. Ein Handschuh mit Gumminoppen und ein weiches Tuch um den Staub zu entfernen reichen aus.

Schwieriger wird es, wenn Unterwolle dazu kommt. Je mehr und dichter die Unterwolle und je länger das Fell, desto mehr Aufwand und Zeit benötigt die Fellpflege. Gründliches Auskämmen der Unterwolle ist besonders im Fellwechsel wichtig, da diese sonst leicht verfilzt und Matten auf der Haut bilden kann. Diese behindern die ordentliche Belüftung der Haut und führen zu Entzündungen und Ekzemen.

Hunde mit Unterwolle dürfen (auch im heißen Sommer) nicht geschoren werden, dadurch wird das wichtige Deckhaar entfernt und die Unterwolle bleibt auf der Haut und verfilzt dort. Das Fell des Hundes dient auch der Thermoregulation. Bei fehlendem Deckhaar dringen die Sonnenstrahlen bis auf die empfindliche Haut und führen dort unter Umständen zu erheblichen Schäden. Das gründliche auskämmen der Unterwolle ist hier besonders wichtig und das Deckhaar muss als Schutz erhalten bleiben

Hunde, die bei dieser Fellstruktur regelmäßig geschoren werden, bekommen oft eine veränderte Fellqualität. Die Unterwolle wuchert immer mehr und das Deckhaar wächst immer spärlicher nach. Somit ein ausreichender Schutz weder vor Kälte, noch vor Nässe oder Hitze möglich.

Hunderassen mit feinem einfachen Fell (z.B Yorkshire Terrier) müssen regelmäßig gekämmt werden, das feine Fell verfilzt (besonders in den Achselhöhlen und hinter den Ohren) sehr schnell. Das lange Haar kann Zen Bedenken mit einer Schere gekürzt werden.

Rauhaarige Hunde (die meisten Terrier) müssen regelmäßig getrimmt werden. Dabei wird das abgestorbene Fell mit einem besonderen Werkzeug (dem Trimmesser) in Wuchsrichtung aus gezupft. Das lässt man sich, wenn man es selber machen möchte, am besten von einem Fachmann zeigen. Züchter und Hundesalons sind hier Ansprechpartner.

Nicht haarende Hunderassen wie zum Beispiel der Pudel . Das Haar wächst einfach weiter und fällt irgendwann aus. Diese Fellart muss regelmäßig geschnitten oder geschoren werden. Auch bürsten ist wichtig, damit das Fell, wenn es länger gelassen wird, nicht verfilzt.

Hilfe bei der Fellpflege

Wenn ihr unsicher seid, was die Fellstruktur und deren Pflege angeht, wendet euch entweder an einen Züchter (oder auch erfahrenere Aussteller) eurer Rasse oder an einen sehr guten Hundesalon. Leider gibt es auch eine Menge weniger guter. Ist sehr schlechter Hundefriseure, die leider wenig Ahnung haben von richtiger Fellpflege. Das sieht man an den vielen trotz doppeltem Haarkleid im Sommer geschorenen Hunden. Hundesalons sollten das besser wissen und ihre Kunden diesbezüglich aufklären und beraten.

Nele, mitten im Fellwechsel, nach nur schnell mal eben überbürsten. Unterwolle hat die Maus dank ihrer Vorfahren reichlich mit bekommen.

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