Zecke
Gesundheit

Frühlingszeit = Zeckenzeit

Nun sind sie wieder richtig aktiv, die Zecken. Bei Hundehaltern besonders verhasst, bringen doch unsere geliebten Vierbeiner von jedem Ausflug in Wiesen und Wälder oft mehr als reichlich davon mit. Nicht jedes Mittel wirkt bei jedem Hund, nicht jeder Hund verträgt jedes Mittel und auch regianal scheinen die Zecken auf bestimmte Mittel besser anzusprechen als auf andere.

Zecken lauern überall

ecken leben an Waldrändern, auf Lichtungen und Wiesen, am Wegesrand oder Flussufer. Nicht nur ländliche Gebiete, sondern auch Stadtparks, Rastplätze und Uferzonen von Badeseen sind betroffen. Beinahe überall, wo Tierbesitzer mit ihrem Hund Gassi gehen, lauern auch Zecken. Jeder Spaziergang durch Wald und Wiesen birgt daher das Risiko eines Zeckenstichs, landläufig auch Zeckenbiss genannt. Den Blutsaugern ist ein vorbeilaufender Hund gerade recht.

in Wäldern und an Waldrändern fühlen sich Zecken sehr wohl

Lebenszyklus der Zecken

Die in Deutschland am meisten verbreitete Zeckenart, der Holzbock, saugt in seinem Leben drei Mal. Jede Blutmahlzeit leitet eine neue Phase ein. Diese drei Phasen dauern im Schnitt jeweils ein gutes Jahr. Eine Zecke wird also mit drei Stichen rund drei Jahre alt.

Phase 1: Die Larven

Das Zeckenweibchen legt im Herbst an einer geeigneten Stelle am Boden rund 2000 Eier ab. Die Eier überwintern, bis im Frühjahr mikroskopisch kleine, geschlechtslose Larven schlüpfen. Sie haben sechs Beine und sind zunächst farblos.

Erst nach einigen Tagen werden sie dunkelbraun. Ihre Wirte sind Kleinnager wie Mäuse, Eichhörnchen oder Igel. Haben die Zecken sich eine Blutmahlzeit geholt, häuten sie sich zum ersten Mal.

Phase 2: Die Nymphen

Es schlüpfen die Nymphen. Auch sie sind geschlechtslos, haben aber acht Beine und sind mit circa einem Millimeter Körpergröße auch erkennbar.

Sie sind schon weitaus mobiler als die Larven und klettern an Gräsern und Sträuchern etwa einen halben Meter hoch. Auch ihr Stechapparat ist schon größer, dadurch können sie auch größere Wirte anfallen, etwa Rehe und auch Menschen. Auch diese Blutmahlzeit leitet eine Häutung ein.

Phase 3: Die adulten Zecken

Endlich ist die Zecke geschlechtsreif. Nach der Paarung muss das Weibchen noch einmal saugen, damit es Eier ablegen kann. Damit genug Nahrung für diese Prozedur da ist, muss das Weibchen bis zu zehn Tage lang Blut aufnehmen.

In dieser Zeit schwillt das Körpergewicht der Zecke auf das 200-Fache an. Nach dem Stich lässt sich die Zecke fallen, legt ihre 2000 Eier und stirbt.

Zecken sind Überlebenskünstler

Von den 2000 Eiern erreichen im Schnitt nur zwei Zecken die Geschlechtsreife. Die anderen sterben vorher. Zwar ist die Zecke ein wahrer Hungerkünstler und kann gut ein Jahr auf einen Wirt warten. Wenn sie aber keinen geeigneten findet, verhungert sie.

Die zweite Ursache dafür, dass nur wenige Zecken den gesamten Zyklus erleben, ist die Trockenheit – der Hauptfeind der Zecke. Denn um zu überleben, braucht sie Feuchtigkeit und Wärme.

Das erklärt auch ihren bevorzugten Lebensraum: Waldränder. Hier fällt warmes Sonnenlicht hin, doch gleichzeitig kann sich die Zecke ins feuchte Unterholz zurückziehen, wenn es ihr zu heiß und trocken wird.

Der Mensch wird vor allem von Nymphen angefallen, denn zahlenmäßig kommen sie häufiger vor als erwachsene Zecken.

auch in hohen Wiesen sind Zecken zahlreich zu finden
auch in hohen Wiesen sind Zecken zahlreich zu finden

Wie Schütze ich meinen Hund vor Zecken?

Absammeln

Die einzige Methode, die garantiert wirkt und ganz ohne Chemie auskommt, ist das gründliche Absuchen den HUndes nach Zecken. Das ist bei hellen kurzhaarigen Hunden noch relativ leicht und schnell erledigt. Bei dunklen und vielleicht noch langhaarigen Hunden mit viel Unterwolle kann der Prozess dann schon mal länger dauern als der eigentliche Spaziergang.

Kokosöl

Viele HUndhealter schwören darauf ihren Hunden regelmäßig Kokosöl zu verabreichen und / oder den Hund vor dem Spaziergang an den besonders gefährdeten Stellen (Kopf, Bauch, Beine und Brust) damit einzureiben. Die Wirkung scheint unterschiedlich. Die einen schwören drauf und die anderen beklagen die mangelnde Wirkung

Chemie

Dann wären da noch die Chemiebomben, die entweder innerlich oder äußerlich angewendet werden und den Zecken den garaus machen sollen. Die meisten haben eins gemeinsam, die Zecke muss erst stechen, bevor das Mittel seine Wirkung entfaltet. Ob man so ein starkes Nervengift auf oder in seinem Hund haben möchte, muss jeder für sich selber entscheiden. Wir machen um solche Tabletten oder Spot-ons einen großen Bogen

natürliche Öle

Es gibt natürlich auch einige natürliche Öle (neben dem Kokosöl) die abschreckend auf Zecken wirken. Ob der Hund sie mag oder nicht sollte vorsichtig ausprobiert werden, bevor man seinen Vierbeiner großzügig damit einnebelt. Auch je nach Wetter und Region kann die Wirkung unterschiedlich ausfallen. Folgende Öle sollen eine abschreckende Wirkung auf Zecken haben:

  • Schwarzkümmelöl
  • Zitronenöl
  • Eukalyptusöl
  • Anisöl
  • Lavendel
  • Rosmarin
  • Thymian
lavendelöl
Lavendel mögen Zecken gar nicht gerne

Durch Zecken übertragene Krankheiten

.Zwar ist die Zecke selbst in den meisten Fällen für den Hund nicht gefährlich, auch wenn es mehrere Blutsauger gleichzeitig auf ihn abgesehen haben. Der Blutverlust kann nur bei massivem Zeckenbefall zum Problem werden. Allerdings beherbergen Zecken verschiedene Krankheitserreger, die sie beim Blutsaugen auf den Hund übertragen können. Hunde sind dabei deutlich gefährdeter als Katzen, unter einer durch Zecken übertragenen Krankheit zu leiden.

Zu den häufigsten von Zecken übertragenen Krankheiten zählen:

  • Borreliose
  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose
  • Babesiose
  • FSME

Wie schützt ihr eure Hunde vor Zecken? Womit habt ihr gute oder weniger Gute Erfahrungen gemacht? Lebt ihr auch in so einem Zeckenverseuchten Gebiet wie Nele und ich?

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